Berichte

Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung
// Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung 23.09.2022

Der Einsatz in der Technischen Hilfeleistung bei der Rettung von Personen ist in Bayern in der Feuerwehrdienstvorschrift 3 geregelt. Um die Arbeitsabläufe des THL Einsatzes zusätzlich zu üben, nimmt die Feuerwehr Laufen regelmäßig an Leistungsprüfungen teil. Da dies unter den Feuerwehren mittlerweile eher die Seltenheit ist, solche Leistungsabzeichen durchzuführen, ist es umso erfreulicher, dass 7 Aktive dieses zum ersten Mal erfolgreich abgelegt haben.

Insgesamt stellten sich am vergangenen Freitag 12 Feuerwehrler allen 6 Stufen der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz".

In der praxisnahen Einsatzübung wird das Standardvorgehen bei Verkehrsunfällen geübt und das Hintergrundwissen der entsprechenden Geräte gefestigt. Der Gruppenführer wird zusätzlich anhand eines Fragebogens getestet. Der Rest der Gruppe musste je nach abgelegter Stufe eine Zusatzaufgabe absolvieren.

Ein herzlicher Dank gilt den drei Schiedsrichtern des Kreisfeuerwehrverbandes, sowie den Ausbildern Alexander Bruckschlögl und Jürgen Stelzig, die bei der Vorbereitungen der Leistungsprüfung unterstützten !

Wir gratulieren unseren Teilnehmern:

Bronze:       Dinda Elias, Lichtmannegger Felix, Mosinger Maximilian, Mühlfeldner Maximilian, Oberholzner Jonas, Siegmund Alexander, Vojvodic Stribor
Silber:
         Haberlander Stefan
Gold:           Kitzberger Michael
Gold-Blau:   Stelzig Andreas
Gold-Grün:  Pertl Sebastian
Gold-Rot:    Röser Alexander

 
Autor: Stefan Haberlander Fotos:  Feuerwehr Laufen (9 Bilder)
Fahrzeugweihe MTW und Boot mit Tag der offenen Tür
// Fahrzeugweihe MTW und Boot mit Tag der offenen Tür 18.09.2022
"Ein zutiefst christlicher Dienst"
Feuerwehr verbindet Segnung von Fahrzeug und Boot mit Tag der offenen Tür – Stiftskirchenschlüssel an die Wehr

Der Mannschaftswagen VW T4 war im Jahr 1995 in Dienst genommen worden. Im März 2019 hatte der TÜV dann "Stopp" gesagt: Zu viel der Mängel und zu groß die Roststellen. Ebenso alt ist das Rettungsboot der Laufener Feuerwehr. Beide waren also zu ersetzen – und beide wurden am vergangenen Sonntag in der großen Fahrzeughalle gesegnet und offiziell in Dienst gestellt. Diese Gelegenheit nahmen die Aktiven zum Anlass, die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür einzuladen. Der Einladung kamen die Bürger zahlreich nach, darunter viele Familien.

Zu Goethes Zeiten gab es noch keine Feuerwehr im heutigen Sinn. Und doch hat der Dichterfürst festgestellt, dass die "Höhe der Kultur eines Volkes" daran zu erkennen sei, "inwieweit es bestrebt und imstande ist, seine wertvollsten Kulturgüter gegen Vernichtung durch Feuer zu schützen." Dieses Bedürfnis nach Sicherheit vor Gefahren und dem Schutz der Kulturgüter sieht Bürgermeister Hans Feil mit anwachsendem materiellem Wohlstand ständig gestiegen.

Surrer schweißte extra einen Sonderschlüssel

Ein besonders schützenswertes Kulturgut in der Salzachstadt ist die große gotische Stiftskirche mitsamt ihren Schätzen. Schlimm, wenn die Wehr zwar rasch vor Ort ist, aber dann vor verschlossenen Türen steht. Und so hatte der ehemalige Mesner Hans Surrer geschweißt und gefeilt, bis der Sonderschlüssel exakt in das mächtige Schloss passte.

Stiftsdekan Simon Eibl übergab diesen großen Schlüssel vertrauensvoll an Kommandant Herbert Kitzberger, der eine sichere Verwahrung versprach. Er beschrieb die Vorgeschichte und die technischen Daten der neuen Einsatzfahrzeuge zu Lande und auf Wasser (siehe Kasten). Vor allem aber bedankte sich der Kommandant bei Peter Dietrich junior und Sebastian Kitzberger, die viel Zeit in den Innenausbau des 43000-Euro-Fahrzeugs investiert hatten. Boot und Motor kosteten 14000 Euro.

Den "Mammon" nützlich eingesetzt, wie Stiftsdekan Simon Eibl dazu feststellte, denn im vorangegangenen Evangelium nach Lukas war es um einen Verwalter gegangen, der Geld verschleudert hatte. Das Buch Amos handelt von Geschäftemachern, die selbst aus Getreideabfällen noch Geld machen. "Politiker wie Christian Lindner dürften da gerne zuhören", mochte sich Eibl einen Seitenhieb auf "Übergewinne" und "ungerechten Mammon" nicht verkneifen. "Das Geld ist für den Menschen da", betonte Eibl – "nicht umgekehrt."

Der Geistliche erinnerte an teilweise tragische Einsätze auf der Salzach, wo alles für eine Rettung getan werde. Anders sei das bei Flüchtlingen im Mittelmeer, die in Europa eine neue Chance suchten. Eibl würdigte den "zutiefst christlichen Dienst" der Aktiven, die allen helfen würden, egal welcher Religion, Nationalität oder Herkunft. "Und dabei vielleicht noch blöd angemacht werden, wenn sie eine Straße sperren müssen." Zum Beispiel auch für kirchliche Feste. Zuletzt sei die Pandemie keine einfache Zeit für die Wehr gewesen.

Das bestätigte Kommandant Kitzberger, denn mit dem ersten Lockdown habe man den Ausbau des Fahrzeugs aussetzen müssen. Den ehrenamtlichen Einsatz für das eigene Fahrzeug würdigte auch Kreisbrandrat Josef Kaltner, wie auch Bürgermeister Hans Feil den "anspruchsvollen und manchmal sogar lebensgefährlichen Dienst" der Aktiven hervorhob, die sich – nebenbei – über jungen Nachwuchs freuen. Jener trug beim Gottesdienst die Fürbitten vor.

Neubau für Löschzug Leobendorf: Start in 2022

Doch beim Dank dürfe es nicht bleiben, so das Stadtoberhaupt, das Mindeste müsse eine ordentliche und funktionsfähige Ausstattung sein. Dafür sorge die Stadt Laufen, nicht zuletzt auch mit einem Neubau für den Löschzug Leobendorf, der noch in diesem Jahr starten werde. Bei all den Investitionen hofft der Rathauschef aber doch, dass die Fahrzeuge der Wehr allein bei Übungen zum Einsatz kommen. "Und sollte es wirklich zu Einsätzen kommen, wünschen wir Euch dafür alles Gute. Kommt’s gesund an Körper und Seele wieder nach Hause."

Dem Gottesdienst, der Segnung und dem Festakt schloss sich ein Tag der offenen Tür an. Mit Hüpfburg-Spaß für die Kleinen, spannenden Autorennen auf der Carrera-Bahn, Führungen durchs Haus, Blicke in die Geschichte, Mitmachaktionen und Vorführungen der Aktiven, die auch für Speis und Trank sorgten, war viel geboten.

Mit einer Urkunde gratulierte Innenminister Joachim Herrmann dem Laufener Florian Dietrich für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Für die festliche Musik beim Gottesdienst sorgte die Leobendorfer Musikkapelle, später spielte die Saaldorfer Danzlmusi frisch auf.

Technische Daten der neuen Fahrzeuge

Der Mannschaftstransportwagen auf MAN-Fahrgestell hat Platz für sechs Einsatzkräfte und eine Anhängerkupplung für das Motorboot. Ein Allradantrieb bringt die 180 PS auf die Straße. Das Fahrzeug kostete 43000 Euro, der Ausbau trotz viel Eigenleistung 12000 Euro. Der staatliche Zuschuss betrug 13100 Euro. Keinen Zuschuss gab es für das Motorboot. Die 7500 Euro übernahm die heimische Firma Hörl-Rosenberger, den Motor zum Preis von 6500 Euro bezahlte die Stadt. Das Boot mit einer Länge von 3,50 und einer Breite von 1,82 Metern bietet bei maximaler Zuladung von 650 Kilogramm sechs Aktiven Platz. Das Eigengewicht beträgt 65 Kilogramm, der Yamaha-Motor leistet 25 PS.
 
Autor: Hannes Höfer Fotos:  Feuerwehr Laufen (62 Bilder)
Seminar zum Thema Flugunfälle mit Kleinflugzeugen
// Seminar zum Thema Flugunfälle mit Kleinflugzeugen 02.07.2022
Nicht einmal vier Jahre ist es her, dass sich ein Kleinflugzeug im Saaldorfer Ortsteil Sillersdorf bei einer Notlandung überschlagen hat. Der Unfall verlief glimpflich und ohne gravierende Verletzungen der Betroffenen. Dennoch sind derartige Situationen auch für die Einsatzkräfte eine Gefahr, denn der mit einer Sprengladung versehene Rettungsschirm der Kleinflugzeuge kann bei unachtsamen Vorgehen schwerste Verletzungen verursachen. Dieser Umstand war Grund genug für die Feuerwehren des nördlichen Landkreises, einen Fortbildungstag zu diesem Thema zu absolvieren.

Kreisbrandmeister Michael Brandl begrüßte im Feuerwehrgerätehaus Laufen die Schulungsteilnehmer der Feuerwehren Ainring, Freilassing, Laufen, Saaldorf und Surheim, um das Wort dann an Hans Rachl zu übergeben. Hans Rachl ist im nahen Chiemgau zu Hause und Experte auf dem Gebiet der Fliegerei. Seine Seminare zum Thema "Flugunfälle mit Kleinflugzeugen" an der staatlichen Feuerwehrschule Regensburg sind heiß begehrt.

In einem rund zweistündigen Vortrag stellte Hans Rachl Typen von Luftfahrzeugen, Ursachen für Flugunfälle und die Gefahren der mit Sprengladungen betriebenen Rettungssysteme vor. Ebenso wurden wertvolle Tipps gegeben, wie sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicher verunfallten Luftfahrzeugen nähern und Personen aus Flugzeugen retten können.

Im Anschluss stand nochmals die Sprengladung des Rettungsfallschirms im Fokus. Um die Wirkung zu verdeutlichen, entzündete der Ausbilder eine Sprengladung, die sich in einem heftigen Knall entlud. Eine eindrucksvolle Darstellung, die sicher allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird und die Sensibilität zum Thema weiter stärkt.

In der anschließenden Übung konnten die Feuerwehrler an einem echten Flugzeugwrack das im Theorieteil erworbene Wissen sofort in die Praxis umsetzen. Auf einer Wiese neben dem Feuerwehrgerätehaus lag das verunfallte Flugzeug, auf dem Pilotensitz ein Schwerverletzter. Umsichtig "retteten" die Feuerwehrkräfte den Verletzten aus dem Flugzeug, sicherten das Fluggerät und sperrten den Gefahrenbereich routiniert ab. Auch die Sicherstellung des Brandschutzes war selbstverständlich.

Unmittelbares Feedback zur Übung gab es von Hans Rachl, der sich sehr zufrieden zeigte und den Feuerwehrmännern hervorragende Arbeit bescheinigte. Im Schlusswort bedankte sich Kreisbrandmeister Michael Brandl bei Rachl für die Schulung, in der umfangreiches Wissen vermitteln wurde. Verbunden mit dem Appell, immer sensibel und achtsam an Einsatzlagen heranzugehen, bedankte er sich auch bei den ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden für ihre engagierte Teilnahme.
 
Autor: Michael Brandl Fotos:  Feuerwehr Laufen (29 Bilder)
Fahrsicherheitstraining des Kreisfeuerwehrverbandes BGL
// Fahrsicherheitstraining des Kreisfeuerwehrverbandes BGL 15.05.2022
Vier aktive Mitglieder der Feuerwehr Laufen nahmen ende April mit der Drehleiter am Fahrsicherheitstraining, das vom Kreisfeuerwehrverband organisiert wurde, teil. Nach einer kurzen theoretischen Einheit, bei der es neben einer allgemeinen Einweisung auch eine kurze Schulung zum Sonder- und Wegerechte gab, wurde zeitnah zur Praxis übergegangen. Vormittags wurde der Schwerpunkt auf Fahr Übungen wie Wenden in engen Raum, überfahren von Hindernissen und Rangieren gelegt. Bei diesen Übungen stellte die Drehleiter mit ihrem langen Radstand besondere Herausforderungen für die Fahrer bereit. Am Nachmittag wurde die Veranstaltung mit Bremsübungen auf unterschiedlichen Untergründen abgeschlossen. Die Erkenntnisse aus den Bremsversuchen waren für alle Teilnehmer äußerst lehrreich und brachten das eine oder andere unerwartete Ergebnis.
 
Autor: Sebastian Pertl Fotos:  Feuerwehr Laufen (5 Bilder)
Landesweiter Warntag im Bayern am 12. Mai 2022
// Landesweiter Warntag im Bayern am 12. Mai 2022 10.05.2022
Um bei Gefahrenlagen richtig reagieren zu können, sind Übungen wichtig.
Daher findet am Donnerstag, 12. Mai 2022, in ganz Bayern ein Probealarm statt. Dabei werden die Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Außerdem soll die Bevölkerung durch den Probealarm über die Bedeutung von Sirenenwarnungen informiert werden. Zudem wird unter anderem mit der Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung versendet. Ziel ist es, dass Sie sich mit der Warnung in Notlagen auskennen und wissen, was nach einer Warnung zu tun ist.

Bitte erschrecken Sie also nicht, wenn am 12. Mai 2022 ab 11:00 Uhr die Sirenen heulen! Das ist nur ein Probealarm und kein Grund zur Sorge!

Bei Probealarmen wird die technische Infrastruktur der Warnung getestet. In Bayern wird das Sirenenwarnsystem getestet und ein Heulton von einer Minute Dauer ausgelöst. Der Heulton soll die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Neben dem Sirenensignal werden, soweit vorhanden, auch andere Warnmittel, wie zum Beispiel Warn-Apps, getestet.

Durch den Freistaat Bayern wird für den landesweiten einheitlichen Probealarm der Termin (grundsätzlich 2 x jährlich) rechtzeitig festgelegt und bekannt gegeben.

Die unterschiedlichen Warntöne sehen Sie in der Übersichtsgrafik

Landkreis Berchtesgadener Land:

Im Landkreis Berchtesgadener Land erfolgt eine Warnung der Bevölkerung mit Hilfe einer stationären Sirene (Stadtgebiet Bad Reichenhall) und durch ein Modulares Warnsystem (MoWaS), das verschiedene Warn-Apps (NINA, KatWarn, BIWAPP) ansteuert.

Ergänzend dazu sind im Landkreis an 5 Standorten insgesamt 6 mobile Lautsprecher- und Sirenenanlagen (MOBELA) stationiert. Zusätzlich können Warndurchsagen über festverbaute Lautsprecheranlagen der Einsatzfahrzeuge erfolgen.

Die im Landkreis stationierten MOBELA´s (eine davon im Gemeindegebiet Laufen) sollen daher zu den bundes- und landesweit festgesetzten Warntagen an den, durch die Gemeinden vorab bestimmten geeigneten Standorten, als Warnmittel eingesetzt werden. Dabei wird das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ und nach 2 Minuten das Sirenensignal „Entwarnung“ wiedergegeben.

Monatliche Sirenenüberprüfung im Landkreis BGL:

Neben den einmaligen Warntagen mit Überprüfung der Warnmittel für den Katastrophenschutz, finden im Landkreis BGL einmal monatlich (1. Samstag im Monat um 10.30 Uhr) die Überprüfung der Sirenen für die Feuerwehralarmierung statt. Hier wird das Sirenensignal „Feuerwehralarm“ (siehe Übersichtsgrafik) über die stationären Sirenen in den Gemeinden ausgegeben.

Weitere Informationen:

Sirenen- und Lautsprecherwarnung - Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (bayern.de)

Landesweiter Warntag Bayern - Flyer
 
Autor: Patrick Reimann Fotos:  STMI Bayern (2 Bilder)
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