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Menschen in Not helfen - Gemeinsame Fortbildung im Laufener Feuerwehrhaus
// Menschen in Not helfen - Gemeinsame Fortbildung im Laufener Feuerwehrhaus 15.10.2018

Rettungsorganisationen haben eine sinnstiftende Klammer – sie helfen Menschen in Not! Um diese Arbeit weiter zu verbessern und eine Abstimmung bei gemeinsamen Einsätzen zu erleichtern, lud die BRK Bereitschaft Teisendorf-Laufen am vergangenen Freitag zu einer organisationsübergreifenden Fortbildung nach Laufen ein.

Als örtlicher Partner hat sich der 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Herbert Kitzberger, in gewohnt unkomplizierter Weise bereiterklärt, die Schulungsräume im neuen Feuerwehrhaus zur Verfügung zu stellen. Mit dem Schulsanitätsdienst des Rottmayr-Gymnasiums und der DLRG Teisendorf konnte der stellvertretende Bereitschaftsleiter des BRK Teisendorf-Laufen, Kurt Adler, eine gute Mischung von Helfern in verschiedenen Einsatzgebieten begrüßen.

In Dr. med. Michael Eisert, den ärztlichen Leiter des ambulanten Operationszentrums in Traunstein und langjährigen Notarzt hat man zudem einen renommierten Spezialisten im Bereich der Notfallmedizin gewinnen können. Thema des Abends war das sog. ABCDE-Schema: Es dient der systematischen, nach Prioritäten geordneten Beurteilung sowie Behandlung von Notfallpatienten und ist bei internistischen und traumatologischen Notfällen anwendbar, denen sich die anwesenden Helfer in ihrer täglichen Praxis gegenübersehen können.

Dr. Eisert stellte seinen Ausführungen den Eigenschutz der Rettungskräfte voran. Erst danach kann die Behandlung des Patienten sinnvoll erfolgen. Die einzelnen Buchstaben des Schemas kommen aus dem Englischen und stehen dabei für A wie Airway (Atemweg), B wie Breathing (Atmung), C wie Circulation (Kreislauf), D wie Disability (neurologischer Zustand) und E wie Exposure/Environment (Exploration). Dabei wird diesem Schema, so Eisert, ein kleines „c“ vorangestellt. Dies steht für unkontrollierte Blutungen und hat Priorität in der Behandlung. Im Anschluss wurden die einzelnen Buchstaben vorgestellt und entsprechendes Vorgehen besprochen.

In einem Lehrfilm konnten die Anwesenden die Anwendung des Schemas am Einsatzort sowie bei der Übergabe in der Klinik beobachten. Dr. Thomas Döring als Verantwortlicher für den Schulsanitätsdienst am RGL unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Betreuung von jungen Helfern, die auch bereits an der Schule mit lebensbedrohlichen Erkrankungen wie z. B. einem Schlaganfall konfrontiert waren.

Von Seiten der Feuerwehr wurde die Frage aufgeworfen, wie bei Verkehrsunfällen grundsätzlich mit Fahrzeugen auf dem Dach liegend zu verfahren sei. Es gäbe hier keine allgemeingültige Regelung, so Dr. Eisert. Wichtig sei hier vor allem die gute Kommunikation zwischen den Rettungskräften und der Feuerwehr. Und diese sollte die Fortbildungsveranstaltung fördern und wurde bei einer anschließenden Brotzeit und Hausführung gepflegt.

 
Autor: Kurt Adler Fotos:  Feuerwehr Laufen (5 Bilder)
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